Bolivien: Flagge und Hauptstadt
Hauptstadt Sucre, Steckbrief und besondere Fakten.
Bolivien reicht von vergletscherten Andengipfeln über den Altiplano bis in tropische Tiefländer. Seine Hauptstadtfrage hat zwei Ebenen: Sucre ist die verfassungsmäßige Hauptstadt, La Paz der Regierungssitz. Auch bei den Symbolen lohnt sich Genauigkeit, denn neben der rot-gelb-grünen Trikolore spielt die mehrfarbige Wiphala eine eigenständige Rolle.
Die Flagge: Farben, Formen und Hintergründe
Drei gleich hohe waagerechte Streifen bilden die bolivianische Trikolore: Rot oben, Gelb in der Mitte und Grün unten. Bei Darstellungen mit Staatswappen liegt dieses im gelben Feld. Die Farbreihenfolge ist entscheidend; die verwandten panafrikanischen Farben allein reichen zur sicheren Unterscheidung anderer Flaggen nicht aus.
Die Trikolore in dieser Farbreihenfolge geht auf 1851 zurück. Daneben ist die Wiphala mit ihrem Raster aus vielfarbigen Quadraten ein anerkanntes staatliches Symbol. Sie ist keine bloße Wappenvariante der Streifenflagge. Für das Quiz bleibt deshalb das tatsächlich dargestellte Streifenmotiv der Anker, während die Wiphala einen zusätzlichen historischen und gesellschaftlichen Zusammenhang erklärt.
Hauptstadt: Sucre
Sucre ist die verfassungsmäßige Hauptstadt Boliviens und Sitz wichtiger Justizorgane. Die UNESCO nahm die historische Stadt 1991 in die Welterbeliste auf. Ihre ältere Bezeichnung La Plata erinnert an die Kolonialzeit; der heutige Name ehrt Antonio José de Sucre, eine zentrale Person der südamerikanischen Unabhängigkeitsgeschichte.
La Paz ist dagegen der Regierungssitz und beherbergt die zentralen politischen Institutionen der Exekutive und Legislative. Wer bei einer Hauptstadtfrage lediglich die größte bekannte Verwaltungsstadt nennt, verfehlt daher die Unterscheidung. Im Quiz gilt Sucre; La Paz erklärt die häufige zweite Angabe in Atlanten. Beide Städte liegen im Andenraum, jedoch nicht auf derselben Höhe.
Bolivien auf einen Blick
| Merkmal | Wissenswertes |
|---|---|
| Hauptstadt | Sucre |
| Geografische Einordnung | Südamerika |
| Sprachen | Spanisch sowie anerkannte indigene Sprachen, darunter Quechua, Aymara und Guaraní |
| Währung | Boliviano (BOB) |
| Bevölkerung | Rund 12,58 Millionen (2025, Weltbank) |
| Fläche | Rund 1.098.600 km² |
| Küstenlage | Binnenstaat |
| ISO-Länderkürzel | BO / BOL |
| Internetendung | .bo |
| Regierungssitz | La Paz |
| Höchster Punkt | Nevado Sajama, 6.542 m |
| Geteilter See | Titicacasee mit Peru |
| Salzfläche | Salar de Uyuni |
| Historische Bergbaustadt | Potosí |
| Zusätzliches Staatssymbol | Wiphala |
Landschaft, Kultur und Zusammenhänge
Die Anden bestimmen den Westen mit hohen Gebirgsketten und dem dazwischen liegenden Altiplano. Der Nevado Sajama erreicht nach dem Factbook-Archiv 6.542 Meter. Östlich davon fällt das Gelände über Bergwälder und Täler in ausgedehnte Tiefländer ab. Deshalb beschreibt das Bild eines ausschließlich kalten Hochgebirgslandes nur einen Teil Boliviens.
Der Titicacasee wird mit Peru geteilt; der Salar de Uyuni gehört zu den markantesten Salzflächen des Hochlands. Große Gebiete im Norden und Osten stehen dagegen mit dem Amazonasbecken in Verbindung. Bolivien besitzt heute keinen eigenen Meereszugang, obwohl die Frage eines Zugangs zum Pazifik in seiner Geschichte und Außenpolitik eine wichtige Rolle spielt.
Die Bezeichnung plurinational verweist auf die Anerkennung mehrerer Völker und indigener Traditionen im Staat. Neben Spanisch sind zahlreiche indigene Sprachen anerkannt; Quechua und Aymara sind besonders bedeutend, Guaraní ist unter anderem im Tiefland verbreitet. Sprachliche und geografische Vielfalt greifen damit ineinander, ohne dass sich jede Gemeinschaft einem einzigen Landschaftstyp zuordnen ließe.
Drei Besonderheiten zum Weitererzählen
Potosí und der Silberbergbau
Potosí steht seit 1987 auf der UNESCO-Welterbeliste. Die Stadt verweist auf die enorme wirtschaftliche Bedeutung des kolonialen Silberbergbaus und dessen soziale Folgen.
Tiwanaku
Die archäologische Stätte wurde 2000 Welterbe. Sie steht für eine bedeutende Andenkultur vor der europäischen Kolonisierung und erweitert den Blick über die Geschichte der Inka hinaus.
Tiefland als Naturerbe
Der Nationalpark Noel Kempff Mercado ist seit 2000 Welterbe. Seine Aufnahme macht deutlich, dass bolivianisches Naturerbe neben Hochgebirge auch tropische Landschaften umfasst.
Nachbarländer im Lexikon
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Häufige Fragen
Welche Stadt nennt dieses Profil als Hauptstadt?
Das Profil nennt Sucre. Sucre ist die verfassungsmäßige Hauptstadt. Der Regierungssitz befindet sich in La Paz.
Was unterscheidet diese Flagge von anderen?
Drei gleich hohe waagerechte Streifen bilden die bolivianische Trikolore: Rot oben, Gelb in der Mitte und Grün unten. Bei Darstellungen mit Staatswappen liegt dieses im gelben Feld. Die Farbreihenfolge ist entscheidend; die verwandten panafrikanischen Farben allein reichen zur sicheren Unterscheidung anderer Flaggen nicht aus.
Wo finde ich die Quellen zu den Angaben?
Die verwendeten institutionellen Quellen und Referenzdatensätze stehen unmittelbar unter diesen Fragen. Datierte Zahlen werden im Steckbrief mit ihrem Bezugsjahr ausgewiesen.
Quellen und Datenstand
Dieses Profil verbindet redaktionelle Erläuterungen mit geografischen Referenzdaten und datierten Bevölkerungsangaben. Archivierte World-Factbook-Datensätze enthalten überwiegend Angaben aus 2025 und teils ältere Bezugsjahre; sie werden hier als Archivquelle verlinkt. Die Veröffentlichung wurde im Februar 2026 eingestellt. Politische und geografische Sonderfälle sind im Text eingeordnet.
- CIA World Factbook – Archivstand 2025 (eingestellt Februar 2026)
- UNESCO-Welterbe: Länderübersicht
- Weltbank: Bevölkerungszahl mit ausgewiesenem Bezugsjahr
- Geografische Grunddaten: mledoze/countries (ODbL 1.0)
Bildquellen und Lizenzen der Flaggen · Datenherkunft der Länderseiten · Bearbeitete Datensammlung (ODbL 1.0)