Eritrea: Flagge und Hauptstadt
Hauptstadt Asmara, Steckbrief und besondere Fakten.
Eritrea verbindet das Hochland am Horn von Afrika mit einer langen Küste am Roten Meer. Zwischen der hoch gelegenen Hauptstadt Asmara und den Küstenorten liegen erhebliche Höhen- und Klimaunterschiede. Zum Staatsgebiet gehören außerdem Inseln des Dahlak-Archipels. Die Flagge greift diese Verbindung von Land und Meer mit grünen, roten und blauen Dreiecksflächen auf.
Die Flagge: Farben, Formen und Hintergründe
Ein großes rotes Dreieck reicht vom linken Rand bis zur Mitte der rechten Flaggenkante. Darüber bleibt ein grünes, darunter ein blaues Dreieck. Im breiten linken Bereich der roten Fläche steht ein goldener Olivenzweig mit einem umgebenden Kranz. Die Flagge verwendet damit keine gewöhnlichen gleich breiten waagerechten Streifen.
Grün wird im Factbook-Archiv mit Landwirtschaft, Blau mit dem Meer und Rot mit dem Unabhängigkeitskampf verbunden. Der Olivenzweig gehört zu einer älteren eritreischen Symboltradition. Die schrägen Linien machen das Motiv auch ohne lesbare Schrift erkennbar. Eine einzelne Farbe allein wäre dagegen wenig hilfreich, weil viele afrikanische Staaten ähnliche Farbtöne verwenden.
Hauptstadt: Asmara
Asmara liegt auf einem Hochplateau mehr als 2.000 Meter über dem Meer. Dadurch unterscheidet sich ihr Klima deutlich von den heißen Küstentiefländern. Die Hauptstadt ist also kein Hafen am Roten Meer. Für den Seezugang sind insbesondere Massawa und Assab wichtige Namen, während Asmara das politische und administrative Zentrum im Hochland bildet.
Die UNESCO führt Asmara seit 2017 als modernistische afrikanische Stadt auf der Welterbeliste. Ihr Stadtbild entstand wesentlich während der italienischen Kolonialzeit und verbindet Stadtplanung mit Bauten der frühen Moderne. Die Würdigung der Architektur verlangt zugleich historische Einordnung: Die koloniale Gestaltung war Teil eines Systems politischer Herrschaft und gesellschaftlicher Ungleichheit.
Eritrea auf einen Blick
| Merkmal | Wissenswertes |
|---|---|
| Hauptstadt | Asmara |
| Geografische Einordnung | Afrika · Ostafrika |
| Sprachen | Verbreitete Sprachen: Tigrinya, Tigre, Arabisch, Afar und weitere; Englisch als Arbeitssprache |
| Währung | Eritreischer Nakfa (ERN) |
| Bevölkerung | Rund 3,61 Millionen (2025, Weltbank) |
| Fläche | Rund 117.600 km² |
| Küstenlage | Mit Meeresküste |
| ISO-Länderkürzel | ER / ERI |
| Internetendung | .er |
| Höchster Berg | Soira, 3.018 m |
| Meer | Rotes Meer |
| Inselgruppe | Dahlak-Archipel |
| Wichtiger Hafen | Massawa |
| Nationalfeiertag | 24. Mai |
| International anerkannte Unabhängigkeit | 1993 |
Landschaft, Kultur und Zusammenhänge
Das Hochland fällt nach Osten steil zur Küstenebene ab. Weiter südlich liegen trockene Landschaften der Danakil-Region; im Westen gehen die Höhen in niedrigeres Gelände über. Der Soira erreicht nach dem Factbook-Archiv 3.018 Meter. Diese starken Höhenunterschiede erklären, warum nationale Durchschnittswerte das örtliche Klima nur unzureichend wiedergeben.
Die Bevölkerung spricht mehrere semitische und kuschitische Sprachen sowie weitere Sprachen. Tigrinya und Tigre sind trotz ähnlicher Namen nicht dieselbe Sprache. Eine kurze Sprachliste sollte daher als Auswahl verstanden werden. Die kulturellen und religiösen Verbindungen reichen sowohl in das äthiopische Hochland als auch über das Rote Meer und in benachbarte Tieflandgebiete.
Der 24. Mai erinnert an die 1991 errungene Unabhängigkeit; die international anerkannte Eigenstaatlichkeit folgte 1993 nach einem Referendum. Diese beiden Jahreszahlen beschreiben unterschiedliche Schritte. Die Lage an wichtigen Schifffahrtswegen schafft eine maritime Dimension, während Wasserknappheit und ungleich verteilte Niederschläge das Land prägen. Zur Einordnung wirtschaftlicher Angaben dienen hier ausdrücklich Archivdaten mit überwiegend 2025er Bezug, keine aktuellen Regierungsangaben.
Drei Besonderheiten zum Weitererzählen
Modernistische Hauptstadt
Asmara wurde 2017 UNESCO-Welterbe. Der Schutz betrifft ein zusammenhängendes städtisches Ensemble und nicht nur ein einzelnes auffälliges Gebäude.
Dahlak-Archipel
Vor der Küste liegt eine Gruppe von Inseln im Roten Meer. Eritreas Staatsgebiet umfasst damit neben Hochland und Küstenebene auch eine maritime Inselwelt.
Höhenstufen auf kurzer Strecke
Zwischen Asmara und der Küste ändern sich Relief und Klima stark. Die Hauptstadtlage erklärt diesen Gegensatz besser als eine reine Flächenangabe.
Nachbarländer im Lexikon
Verbinde das Land mit weiteren Flaggen und Hauptstädten. Die folgenden Links führen zu den jeweiligen Länderprofilen im Lexikon.
Was weißt du jetzt über Eritrea?
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Eritrea: Wie heißt die Hauptstadt?
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Häufige Fragen
Welche Stadt nennt dieses Profil als Hauptstadt?
Das Profil nennt Asmara. Die Hauptstadtfrage ist mit derselben Länderzuordnung im Quiz verknüpft.
Was unterscheidet diese Flagge von anderen?
Ein großes rotes Dreieck reicht vom linken Rand bis zur Mitte der rechten Flaggenkante. Darüber bleibt ein grünes, darunter ein blaues Dreieck. Im breiten linken Bereich der roten Fläche steht ein goldener Olivenzweig mit einem umgebenden Kranz. Die Flagge verwendet damit keine gewöhnlichen gleich breiten waagerechten Streifen.
Wo finde ich die Quellen zu den Angaben?
Die verwendeten institutionellen Quellen und Referenzdatensätze stehen unmittelbar unter diesen Fragen. Datierte Zahlen werden im Steckbrief mit ihrem Bezugsjahr ausgewiesen.
Quellen und Datenstand
Dieses Profil verbindet redaktionelle Erläuterungen mit geografischen Referenzdaten und datierten Bevölkerungsangaben. Archivierte World-Factbook-Datensätze enthalten überwiegend Angaben aus 2025 und teils ältere Bezugsjahre; sie werden hier als Archivquelle verlinkt. Die Veröffentlichung wurde im Februar 2026 eingestellt. Politische und geografische Sonderfälle sind im Text eingeordnet.
- CIA World Factbook – Archiv, überwiegend Stand 2025
- UNESCO – Asmara
- Weltbank: Bevölkerungszahl mit ausgewiesenem Bezugsjahr
- Geografische Grunddaten: mledoze/countries (ODbL 1.0)
Bildquellen und Lizenzen der Flaggen · Datenherkunft der Länderseiten · Bearbeitete Datensammlung (ODbL 1.0)