Nepal: Flagge und Hauptstadt
Hauptstadt Kathmandu, Steckbrief und besondere Fakten.
Nepal liegt zwischen Indien und China am Südrand des Himalaya. Die weltweit einzige nicht rechteckige Nationalflagge passt zu einem Land ungewöhnlich starker Höhenunterschiede. Vom flachen Terai bis zu den höchsten Bergen der Erde verändern sich Landschaft und Klima auf kurzer Strecke. Kathmandu verbindet ein dicht besiedeltes Tal mit bedeutenden religiösen und handwerklichen Traditionen.
Die Flagge: Farben, Formen und Hintergründe
Die Flagge besteht aus zwei übereinander angeordneten roten Dreieckswimpeln mit blauem Rand. Im oberen Teil steht ein weißes Mondsymbol, im unteren eine weiße Sonne. Sie besitzt kein rechteckiges Hintergrundfeld; die freie Kontur der beiden Dreiecke ist die eigentliche Flaggenform. Gerade diese Silhouette macht Nepal auch ohne Detailkenntnis sofort erkennbar.
Rot wird unter anderem mit dem Rhododendron und mit Tapferkeit verbunden, Blau mit Frieden. Sonne und Mond gehören zu älteren Herrschafts- und Bildtraditionen. Ihre heutige stilisierte Form wurde 1962 festgelegt. Historische Varianten zeigten Gesichter in den Himmelskörpern; die hier dargestellte Nationalflagge verwendet diese Gesichter nicht. Populäre Deutungen der Dreiecke sind von der exakt festgelegten geometrischen Konstruktion zu unterscheiden.
Hauptstadt: Kathmandu
Kathmandu liegt in einem hoch gelegenen Becken im mittleren Landesteil. Die Hauptstadt ist damit weder eine Stadt der südlichen Tiefebene noch ein Siedlungsort unmittelbar am Mount Everest. Das Tal bildet einen eigenen kulturellen und wirtschaftlichen Raum. Seine Lage verband historische Handelswege zwischen dem indischen Subkontinent und Tibet.
Das UNESCO-Welterbe Kathmandutal umfasst mehrere Denkmalbereiche und nicht nur einen einzelnen Platz. Dazu gehören Palastanlagen sowie hinduistische und buddhistische Heiligtümer. Die Stadt und ihre Nachbarorte erlitten bei dem Erdbeben 2015 schwere Schäden. Wiederaufbau betrifft deshalb lebendige religiöse und städtische Orte, nicht nur isolierte Museumsgebäude.
Nepal auf einen Blick
| Merkmal | Wissenswertes |
|---|---|
| Hauptstadt | Kathmandu |
| Geografische Einordnung | Asien · Südasien |
| Sprachen | Nepali als Amtssprache; zahlreiche weitere Landessprachen |
| Währung | Nepalesische Rupie (NPR) |
| Bevölkerung | Rund 29,62 Millionen (2025, Weltbank) |
| Fläche | Rund 147.200 km² |
| Küstenlage | Binnenstaat |
| ISO-Länderkürzel | NP / NPL |
| Internetendung | .np |
| Höchster Berg | Mount Everest, rund 8.849 m |
| Südliche Tiefebene | Terai |
| Zeitzone | UTC+5:45 |
| Republik seit | 2008 |
| Religiöse Stätte | Lumbini |
| Bedeutendes Erdbeben | 2015 |
Landschaft, Kultur und Zusammenhänge
Im Süden liegt das flache Terai als Teil der nordindischen Tiefebenenlandschaft. Nördlich folgen Hügelländer und schließlich der Hochhimalaya. Der Mount Everest erreicht rund 8.849 Meter und liegt an der Grenze zu China. Derselbe Staat enthält somit tropisch geprägte Tiefländer und extrem kalte Hochgebirgsräume; Höhe ist ein wesentlicher Klimafaktor. Diese Landschaftsstufen besitzen jeweils eigene landwirtschaftliche Möglichkeiten und natürliche Grenzen der Besiedlung.
Nepali ist Amtssprache, doch die Bevölkerung spricht zahlreiche weitere Sprachen, darunter Maithili, Bhojpuri, Tamang und Nepalbhasha. Die Vielfalt hängt mit unterschiedlichen historischen Siedlungsräumen zusammen. Hinduistische und buddhistische Traditionen begegnen sich an vielen Orten, ohne dass daraus eine für alle Menschen identische religiöse Praxis folgt.
Nepal wurde historisch als Königreich geeint und ist seit 2008 Republik. Der Factbook-Archivstand von 2025 beschreibt einen Binnenstaat mit schwierigen Gebirgsverbindungen. Tourismus ist sichtbar, aber Landwirtschaft, Migration und Überweisungen sind für das Gesamtbild ebenfalls wichtig. Die bekannten Gipfel allein erklären deshalb weder den Alltag der Städte noch die wirtschaftlichen Bedingungen in abgelegenen Tälern.
Drei Besonderheiten zum Weitererzählen
Sagarmatha
Der Sagarmatha-Nationalpark ist UNESCO-Weltnaturerbe und umfasst die Everestregion. Der nepalesische Name erinnert daran, dass international bekannte Berge auch lokale Benennungen besitzen.
Chitwan
Der Chitwan-Nationalpark gehört ebenfalls zum Welterbe. Seine Tieflandlandschaft steht im deutlichen Gegensatz zur hochalpinen Everestregion.
Lumbini
Lumbini ist als Geburtsort des Buddha UNESCO-Welterbe. Die Stätte liegt im südlichen Tiefland und ergänzt das oft gebirgszentrierte Bild Nepals.
Nachbarländer im Lexikon
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Häufige Fragen
Welche Stadt nennt dieses Profil als Hauptstadt?
Das Profil nennt Kathmandu. Die Hauptstadtfrage ist mit derselben Länderzuordnung im Quiz verknüpft.
Was unterscheidet diese Flagge von anderen?
Die Flagge besteht aus zwei übereinander angeordneten roten Dreieckswimpeln mit blauem Rand. Im oberen Teil steht ein weißes Mondsymbol, im unteren eine weiße Sonne. Sie besitzt kein rechteckiges Hintergrundfeld; die freie Kontur der beiden Dreiecke ist die eigentliche Flaggenform. Gerade diese Silhouette macht Nepal auch ohne Detailkenntnis sofort erkennbar.
Wo finde ich die Quellen zu den Angaben?
Die verwendeten institutionellen Quellen und Referenzdatensätze stehen unmittelbar unter diesen Fragen. Datierte Zahlen werden im Steckbrief mit ihrem Bezugsjahr ausgewiesen.
Quellen und Datenstand
Dieses Profil verbindet redaktionelle Erläuterungen mit geografischen Referenzdaten und datierten Bevölkerungsangaben. Archivierte World-Factbook-Datensätze enthalten überwiegend Angaben aus 2025 und teils ältere Bezugsjahre; sie werden hier als Archivquelle verlinkt. Die Veröffentlichung wurde im Februar 2026 eingestellt. Politische und geografische Sonderfälle sind im Text eingeordnet.
- CIA World Factbook: archivierter Länderstand 2025, Spiegelkopie; Original im Februar 2026 eingestellt
- UNESCO World Heritage Centre: Länderübersicht und Kultur- und Naturstätten
- Weltbank: Bevölkerungszahl mit ausgewiesenem Bezugsjahr
- Geografische Grunddaten: mledoze/countries (ODbL 1.0)
Bildquellen und Lizenzen der Flaggen · Datenherkunft der Länderseiten · Bearbeitete Datensammlung (ODbL 1.0)