ORGANISATIONEN

OIC: Flagge und Mitglieder

Organisation für Islamische Zusammenarbeit – Aufgaben, Länder und Formen der Mitgliedschaft.

Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit verwendet ein grünes Zeichen mit Halbmond, Weltkugel und einer stilisierten Kaaba. Die hier gezeigte weiße Flagge trägt diese Bildmarke ohne Nationalflaggen. Die OIC verbindet 57 Staaten über mehrere Kontinente hinweg. Sie entstand 1969 in Rabat; ihr dauerhaftes Generalsekretariat wurde anschließend in Dschidda eingerichtet und bildet bis heute ihren organisatorischen Mittelpunkt.

1 FlaggeDrei LernfragenMit Quellen

Quellen zusammengestellt am . Mitgliedschaften und historische Varianten sind mit ihrem jeweiligen Datenstand eingeordnet.

Organisation für Islamische Zusammenarbeit
Organisation für Islamische ZusammenarbeitGezeigte Variante aus der Lernsammlung

Halbmond, Globus und Kaaba

Das Emblem besteht aus drei ineinandergelegten Grundmotiven. Ein grüner Halbmond umfasst eine Weltkugel mit Längen- und Breitengradlinien; in deren Mitte steht eine kleine schwarze Darstellung der Kaaba. Auf dem weißen Tuch bleiben die feinen geografischen Linien sichtbar. Das Zeichen zeigt keine Landkarte eines einzelnen Mitgliedstaats und keinen Stern für jedes Mitglied.

Die offizielle Organisationszeitschrift erläutert die Kaaba als Mittelpunkt der islamischen Welt und Zeichen ihrer Einheit. Der Globus verweist auf die Vielfalt der Menschheit, der Halbmond auf den Islam als verbindende Orientierung. Diese religiös geprägte Symbolik beschreibt die gemeinsame institutionelle Identität, ohne die kulturellen, sprachlichen oder politischen Unterschiede der Mitgliedsländer aufzuheben.

Von Rabat zum ständigen Sekretariat

Die Organisation wurde durch einen Gipfelbeschluss vom 25. September 1969 in Rabat ins Leben gerufen. Anlass war der Brandanschlag auf die Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem. 1970 beschlossen die Außenminister in Dschidda die Einrichtung eines ständigen Sekretariats. 1972 wurde die erste Charta angenommen, die Ziele und Grundsätze der Zusammenarbeit festhielt.

Die heutige Charta wurde 2008 beim Gipfel in Dakar verabschiedet. 2011 änderte die Organisation ihren Namen von Organisation der Islamischen Konferenz zu Organisation für Islamische Zusammenarbeit; auch das Emblem wurde erneuert. Der erhaltene Kurzname OIC verbindet damit eine historische Abkürzung mit einer veränderten englischen Langform und einem breiter betonten Arbeitsanspruch.

Eine multilaterale Organisation mit 57 Staaten

Die OIC versteht sich als gemeinsame Stimme ihrer Mitgliedstaaten für Anliegen der muslimischen Welt. Ihre Themen reichen von politischer Abstimmung und Friedensfragen bis zu Entwicklung, Wissenschaft, Bildung und humanitärer Zusammenarbeit. Beschlüsse einer solchen Organisation dürfen nicht als einheitliche Position sämtlicher muslimischer Menschen gelesen werden. Mitglieder sind Staaten, nicht Einzelpersonen oder Religionsgemeinschaften.

Der offizielle Umfang beträgt 57 Mitgliedstaaten; Beobachter bilden eine eigene Kategorie. Syriens Mitgliedschaft wurde im März 2025 wiederaufgenommen, nachdem sie zuvor ausgesetzt gewesen war. Dieser Vorgang zeigt, weshalb eine ältere Liste suspendierter Teilnehmer aktualisiert werden muss. Die jetzige Darstellung zählt Mitgliedstaaten und unterscheidet sie von anderen Formen institutioneller Beteiligung.

Das Kapitel auf einen Blick

MerkmalWissenswertes
KurznameOIC
Mitgliedstaaten57
Gründungsbeschluss25. September 1969
GründungsortRabat, Marokko
Ständiges SekretariatDschidda, Saudi-Arabien
Erste Charta1972
Neue ChartaDakar, 2008
Name und Emblem erneuert2011
Syrische WiederaufnahmeBeschluss vom 7. März 2025

Drei Zusammenhänge zum Merken

Weltkugel statt regionaler Karte

Die Weltkugel ist ein passendes Erkennungsmerkmal für eine Organisation, deren Mitglieder über mehrere Kontinente verteilt sind. Wer die OIC mit der Arabischen Liga verwechselt, übersieht diesen größeren Zusammenhang. Auch die gemeinsame religiöse Bezugnahme macht die Staaten weder sprachlich arabisch noch politisch oder kulturell untereinander gleichförmig.

Ein alter Kurzname bleibt erhalten

Abkürzungen können Namensänderungen überdauern. Das C in OIC stand früher für Conference und steht heute für Cooperation. Die Umbenennung betonte eine dauerhafte Zusammenarbeit über einzelne Konferenzen hinaus. Für die Flaggenkunde erklärt dies, warum ältere Texte andere Langformen verwenden, obwohl sie dieselbe institutionelle Entwicklung beschreiben.

Syrien und der zeitliche Bezug

Die im März 2025 beschlossene Wiederaufnahme Syriens ist ein konkretes Beispiel für veränderliche Beteiligungsrechte. Eine Quelle aus der Zeit der Suspendierung kann historisch korrekt und zugleich für den heutigen Stand unzureichend sein. Bei einer Organisation mit politisch wechselnder Teilnahme sollten Flaggenbild und Mitgliederliste deshalb immer getrennt geprüft werden.

Mitgliedsländer: 57 Länderprofile

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Quellen und Datenstand

Die Erläuterungen basieren auf den folgenden institutionellen Quellen. Bei historischen Darstellungen sind Designzeitraum und Staatsgeschichte zu unterscheiden; bei Organisationen sind Mitgliedschaft, Teilnahme und Beobachterstatus getrennte Kategorien.

  1. OIC: History
  2. OIC Journal, Issue 18: The new emblem
  3. OIC: Syrian Arab Republic’s resumption of membership
  4. Union of OIC News Agencies: General Secretariat
  5. Nachweis zur Flaggenvariante / Zuordnung: Organisation für Islamische Zusammenarbeit

Bildquellen und Lizenzen der vorhandenen Flaggen · Quellenverzeichnis dieser Ausbaustufe