Brandenburg: Landesflagge und Steckbrief
Regionalwissen aus Deutschland: Lage, Geschichte und besondere Fakten.
Brandenburg umgibt die eigenständige Hauptstadtregion Berlin mit Flusslandschaften, Seen und historischen Städten. Potsdam ist seine Landeshauptstadt. Auf der rot-weißen Flagge steht der rote brandenburgische Adler im weißen Schild. Das Land verbindet damit ein altes heraldisches Zeichen mit einer politischen Gestalt, die in ihrer heutigen Form seit der deutschen Wiedervereinigung besteht.
Die Flagge von Brandenburg
Die Flagge besitzt zwei gleich breite waagerechte Streifen, oben Rot und unten Weiß. In der Mitte liegt das Landeswappen. Der rote Adler hebt sich auf seinem weißen Schild deutlich ab; goldene Einzelheiten ergänzen die Figur. Anders als eine bloße rot-weiße Zweistreifenflagge ist diese Fassung durch das zentrale Wappentier eindeutig gekennzeichnet.
Das Hoheitszeichengesetz beschreibt den Adler mit goldenen Kleestängeln auf den Flügeln und goldener Bewehrung. Die Landesflagge trägt dieses Wappen ausdrücklich in der Mitte. Die genaue Beschreibung hilft beim Vergleich ähnlicher Adlerzeichen, die auch andernorts vorkommen. Der brandenburgische Adler ist somit nicht mit jedem beliebigen roten Vogel gleichzusetzen.
Landeshauptstadt: Potsdam
Brandenburg liegt im Nordosten Deutschlands und grenzt im Osten an Polen. Die Stadt Berlin bildet ein eigenes Bundesland. Potsdam ist dagegen Teil Brandenburgs und Sitz seiner Landesregierung. Wer Berlin und Brandenburg als gemeinsamen Lebens- oder Wirtschaftsraum betrachtet, sollte diese politische Trennung weiterhin beachten; Nähe und Verflechtung heben Landesgrenzen nicht auf.
Das Land gehört zum Norddeutschen Tiefland. Eiszeiten hinterließen ein abwechslungsreiches Nebeneinander von Niederungen, Tälern, Seen und Höhenzügen. Diese Formung erklärt, weshalb Gewässer und Feuchtgebiete eine so wichtige Rolle spielen. Das heutige Erscheinungsbild entsteht jedoch zusätzlich durch Landwirtschaft, Siedlungen, Entwässerung und den Schutz besonders wertvoller Landschaften.
Brandenburg auf einen Blick
| Merkmal | Wissenswertes |
|---|---|
| Name | Brandenburg |
| Land | Deutschland |
| Gebietstyp | Bundesland |
| Landeshauptstadt | Potsdam |
| Flagge im Quiz | Die Flagge besitzt zwei gleich breite waagerechte Streifen, oben Rot und unten Weiß. |
| Östlicher Nachbarstaat | Polen |
| Großlandschaft | Norddeutsches Tiefland |
| Flüsse | Spree und Havel |
| Weiterer Fluss | Dahme |
| Niederungslandschaft | Spreewald |
| Historischer Bezug | Gründung der Mark Brandenburg 1157 |
| Wiedererrichtung | 3. Oktober 1990 |
| Welterbe | Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin, seit 1990 |
| Feuchtgebietsraum | Unteres Odertal |
Landschaft, Geschichte und Kultur
Zu den prägenden Flüssen gehören Spree, Havel, Rhin, Nuthe und Dahme. Ihre Niederungen und die zahlreichen Seen bilden zusammenhängende Landschaftsräume. Der Spreewald und das Oderbruch zeigen dabei unterschiedliche Entwicklungen: Beide sind wassergeprägt, doch ihre Nutzung und Umgestaltung besitzen jeweils eigene historische Voraussetzungen. Ein einzelner See steht deshalb nicht stellvertretend für das gesamte Land.
Die Mark Brandenburg wird mit dem Jahr 1157 verbunden. Sie war nicht deckungsgleich mit dem heutigen Bundesland. Später wurden Berlin und Potsdam Zentren des Königreichs Preußen, das 1701 entstand. Diese Vorgeschichte erklärt die große Dichte an Residenzbauten, Kirchen und Parkanlagen, ohne dass das heutige Brandenburg mit dem früheren preußischen Staat identisch wäre.
Das heutige Bundesland wurde am dritten Oktober 1990 wiedererrichtet. Zuvor hatte die DDR die Länder als Verwaltungsebene aufgelöst. Brandenburg verbindet deshalb ein langes historisches Erbe mit einer jüngeren demokratischen Landesgeschichte. Die heutige Landesflagge wurde anschließend gesetzlich festgelegt und gehört zur politischen Selbstdarstellung des wiedergebildeten Landes.
Drei Besonderheiten zum Weitererzählen
Spreewald
Der Spreewald ist eine charakteristische Niederungslandschaft mit enger Verbindung zum Wasser. Er ergänzt die Bilder von Schlössern und Großstadtnähe um eine andere Seite Brandenburgs. Sein Beispiel zeigt, wie Landschaftsformen zugleich Verkehrswege, Siedlungsmuster und kulturelle Traditionen beeinflussen können, ohne dass sich natürliche und menschliche Einflüsse vollständig voneinander trennen ließen.
Potsdamer Parklandschaft
Die Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin wurden 1990 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Die Stätte überschreitet die heutige Landesgrenze. Sanssouci, Neuer Garten und Babelsberg gehören zu ihren Potsdamer Bestandteilen. Ihr Wert liegt auch in den Beziehungen zwischen Gebäuden, Gärten und Ausblicken, nicht ausschließlich in einzelnen Schlossfassaden.
Unteres Odertal
Das Untere Odertal ist ein bedeutender Feuchtgebietsraum an der östlichen Landesgrenze. Zusammen mit der unteren Havel und anderen Niederungen macht es die ökologische Rolle der brandenburgischen Gewässerlandschaften sichtbar. Diese Räume ergänzen das historische Erbe um eine Naturperspektive und erklären, weshalb Landschaftsschutz im Land eine wichtige Aufgabe ist.
Flaggen und Orte im Zusammenhang
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Quellen und Flaggenvariante
Die Texte und Steckbriefe stützen sich auf die folgenden institutionellen Quellen. Die Flaggenabbildung übernimmt die Variante aus unserer Lernsammlung; weitere örtlich gebräuchliche Formen können davon abweichen.
- Land Brandenburg: Das Land Brandenburg
- Land Brandenburg: Lebendige Geschichte
- Brandenburgisches Vorschriftensystem: Hoheitszeichengesetz
- UNESCO: Palaces and Parks of Potsdam and Berlin
Bildquellen und Lizenzen aller Flaggen · Quellenverzeichnis der Städte- und Regionenprofile